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Alltagserleben – Stimmen im Park

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Text: Kirsten Winderlich Das Bilderbuch „Stimmen im Park“ von Anthony Browne zeigt uns, wie ein gemeinsamer Alltag von unterschiedlichen Personen individuell erlebt werden kann und schärft den eigenen Blick für eine Vielfalt an Sicht­weisen durch eine surreale Bildsprache. Darüber hinaus werden die individuellen Perspektiven der Protagonisten auf der Bildebene einer Jahreszeit zugeordnet und damit die individuell erlebte Stimmung vermittelt. Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Foto-Tagebücher eines Schultages (Jahrgangsstufe 5 und 6) Die Kinder werden aufgefordert, zu bestimmten Uhrzeiten ein Foto des gemeinsamen Schulalltages zu machen. Die Fotos werden so präsentiert, dass sowohl der gemeinsame Zeitpunkt wie auch die Unterschiede deutlich werden. – Was hast du fotografiert? – Kannst du erzählen, warum du gerade dieses Foto gemacht hast? Die Kinder werden angeregt, Fotokopien der Fotos unter Berücksichtigung der assoziierten Jahreszeit weiterzubearbeiten. – Zeichne in das Bild (die Fotokopie) und mache die Jahreszeit deutlich! – An welche Jahreszeit erinnert dich dein Foto? An den Sommer, den Herbst, den Winter oder den Frühling? – möglicher weiterer Impuls: Schaue dir noch einmal die Bilder von Anthony Browne an. Wie hat der Künstler in seinen Bildern die Jahreszeiten vermittelt? Erfahrungsraum: Einfühlung in das Fühlen, Erleben und Handeln anderer Material: Fotos; […]
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Jemandem folgen – Das ist ein Geheimnis

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Text: Kirsten Winderlich Unabhängig davon, wo Kinder herkommen und wie diese leben, gehören Geheimnisse zu ihnen wie verborgene Orte und Verstecke. Nicht selten sind sie auf der Suche nach ihnen. John Burningham lädt uns in seinem Buch „Das ist ein Geheimnis“ ein teilzuhaben, wie ein Mädchen in einer Nacht seinem Kater folgt, sich auf eine Reise zu einem geheimen Ort und Ereignis begibt und sich damit einen Zugang zur Welt durch die Augen des anderen ermöglicht. Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Nachts (Jahrgangsstufe 3 und 4) Den Kindern wird vorgeschlagen sich vorzustellen, welche anderen nachtaktiven Tiere es gibt, was beispielsweise der Fuchs, der Igel oder die Eule in der Nacht tun. Unterstützend könnten Tierlexika bereitgestellt werden. Die Kinder werden darüber hinaus angeregt, mit Ölkreiden drei Bilder zu malen, die besondere Stationen dieser Reise zeigen. Als Inspiration könnten noch einmal Bilder John Burninghams gezeigt werden. – Kannst du dir vorstellen, was andere Tiere, wie zum Beispiel der Fuchs, der Igel oder die Eule in der Nacht tun? – Hast du eine Idee, welche Wege sie nehmen und wen sie unterwegs treffen? – Schau dir noch einmal die Nacht-Bilder von John Burningham an. Wenn du ein Bild […]
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Warten – Wann kommt Mama?

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Text: Kirsten Winderlich Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Fensterbild-Erzählungen (Jahrgangsstufe 3 bis 5) Die Kinder werden angeregt, Bilder von einer Situation, in der sie auf jemanden gewartet haben, zu zeichnen (transparentes Zeichen- und Entwurfspapier, Pastellkreiden). – Habt ihr schon einmal auf eure Eltern warten müssen? – Wann war das? Wo war das? – Mache ein Bild davon, wie du gewartet hast? Nacheinander werden die Bilder an einem Fenster befestigt. Die Kinder werden gebeten, ihr jeweiliges Bild zu betrachten und über ihr Erlebnis des Wartens zu erzählen. Der gleichzeitige Blick aus dem Fenster kann dabei die Erinnerung unterstützen sowie Assoziationen hervorlocken. Erfahrungsraum: Erinnerungsbilder initiieren Imaginieren und Erzählen Material: in Zeichnungen und Malerei transformierte Erinnerungen; Pastellkreide Raum: Raumgrenze Innen und Außen, Fenster (Sprach)Handlung: an eine Überlagerung von Bild und Fensterblick gebundenes Erinnern, Assoziieren und Erzählen Bilderbuch: Tae-Jun, L./Dong-Seong, K. (Ill.): Wann kommt Mama? NordSüd Verlag (Reihe Baobab), Zürich 2007
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Dinge, die die Welt verändern – Der Kannenhut, der steht dir gut!

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Text: Kirsten Winderlich Dass die Welt nicht nur wahrgenommen, sondern auch gestaltet werden kann, erfahren Kinder schon sehr früh über das Spiel mit den Dingen. Jede und jeder von uns kann sich wahrscheinlich sehr gut daran erinnern, wie sich ein Kochtopf, platziert auf dem eigenen Kopf, kurzerhand in einen Hut verwandelte. In dem Bilderbuch „Der Kannenhut steht dir gut!“ erzählt Marie Dorléans in Bild und Text, wie durch diesen verfremdenden Umgang mit vertrauten Alltagsgegenständen das Gewohnte in Frage gestellt und gleichzeitig auf diese Weise wieder verfügbar wird. Der nicht gewohnte Umgang mit den Dingen wird in den colorierten Zeichnungen durch die Farbigkeit betont und damit die Aufmerksamkeit auf die gewohnten Alltagsdinge gerichtet. Durch das Spiel mit den Dingen wird ein Sprachspiel initiiert: Wortschöpfungen entstehen, die sich zwischen Nonsenswörtern und Worterfindungen bewegen. Die Reime regen das Spiel mit den Dingen und damit auch das Sprachspiel an. Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Verrückte Dinge (Jahrgangsstufe 1 bis 3) Im Klassenraum wird von den Lehrkräften ein Arrangement aus Alltagsgegenständen in Anlehnung an die thematisierten Gegenstände des Bilderbuches vorbereitet. Die Kinder werden angeregt, die Gegenstände zu benennen. Impulsfragen helfen ins Spiel zu kommen und sich vorzustellen, wie sich bekannte […]
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Geschichte in Bildern und Geschichten – Han Gan und das Wunderpferd

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Text: Kirsten Winderlich Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Bilder lebendig machen (Jahrgangsstufe 5 und 6) Die Klasse unternimmt einen Besuch in ein Museum. Die Kinder werden angeregt, Bilder auszuwählen, die sie, wie in der Geschichte, zum Leben erwecken wollen. Der Arbeitsauftrag ist das ausgewählte Bild abzuzeichnen: – Viele Bilder, die ihr in diesem Museum betrachten könnt, erzählen uns Geschichten. – Wählt ein Bild aus, das ihr interessant findet. Welche Geschichte erzählt es? – Sucht euch eine Partnerin oder einen Partner, geht zu den Kunstwerken, die ihr ausgewählt habt und erzählt euch gegenseitig die Geschichten, die ihr in den Bildern entdeckt habt. – Zeichnet euer ausgewähltes Kunstwerk in groben Zügen ab und zeichnet die Geschichte weiter. Schaut euch als Anregung noch einmal an, wie das Pferd in in der Geschichte von Han Gan aus dem Bild springt. Ich bin gespannt auf eure Geschichten! Die Kinder erhalten für diesen Auftrag fünf quadratische Papierformate, jeweils ein Set von Buntstiften sowie eine entsprechende Zeichenunterlage. Erfahrungsraum: Museum; Bilder betrachten; Imaginieren und Sprechen zu Bildern Material: Kunstwerke und innere Bilder; Erzählungen transformiert in Bilderreihen Raum: Museum als außerschulischer Bildungsraum (Sprach)Handlung: Geschichten in Bildern entdecken, erzählen und zeichnen, Geschichten in Bild und […]
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Wer bin ich? Erinnerungen… – Das Notizbuch des Zeichners

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Text: Kirsten Winderlich Der Bilderbuchkünstler Mohammed Mohieddin Mussa Ellabad lässt uns mit seiner Sammlung von Andenken an vergangene Zeiten und entsprechende Notizen und Tagebucheinträge Anteil an seiner Kultur und Biografie nehmen. Er bedient sich hierbei der Kartografie im Sinne von Mappingverfahren und reflektiert mittels Collagen aus Texten, verfasst in arabischen Schriftzeichen, Illustrationen, Fotografien und Postkarten seine Kindheitserinnerungen. Mit diesem ästhetisch forschenden Vorgehen lädt er uns ein, mit ihm über den Alltag und die Kultur seiner Heimat zu philosophieren. Dass es sich um eine für die Leser der sogenannten westlichen Welt fremde Kultur handelt, wird durch die Handhabung der Leserichtung bereits in der Buchgestaltung berücksichtigt. Das Bilderbuch ist so gebunden, dass wir es von hinten nach vorn – oder besser: von rechts nach links – durchblättern. Ein „Durchfahrt-Verboten-Schild“ auf dem vorderen Buchdeckel weist darauf hin, dass das Buch nicht in der gewohnten Weise zu lesen und zu betrachten ist. Gehen wir der gewünschten Leserichtung nach, geben die einzelnen Mappings nicht nur Auskunft über Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen, Einblicke in den Alltag und das Aufwachsen in der Kultur Ägyptens, sondern erzählen auch die Lebensgeschichte Mohieddin Ellabads, seine ästhetische Bildungsbiografie gewissermaßen: Sie berichten über seine Sammelleidenschaft, seine frühe Lust am Lesen und Schreiben, […]
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Spuren legen und suchen – Morkels Alphabet

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Text: Kirsten Winderlich Impuls: Kathleen Rappolt, Conrad Rodenberg, Stella Kontantinou Zwischenmenschlicher Austausch findet auch im Kindesalter nicht nur zufällig statt, sondern gerade wenn eine gegenseitig wahrnehmende Kommunikation diesen vermittelt und unterstützt. Stian Hole erzählt in „Morkels Alphabet“ eine Geschichte einer besonderen Begegnung zwischen zwei Kindern am Übergang zur Jugend, die sich über das Legen und Suchen von Spuren, das vorsichtige Erzählen über sich selbst, über das tastende Vermitteln von Botschaften auf Zetteln und das Suchen nach einer entsprechenden Sprache, zu einer Freundschaft entwickelt. Das Grafik Design der Bilder vermittelt zwischen fotografieähnlichen Realismus und stilisierten Landschafts- und Traumbildern. Die Einbindung der in den nordischen Ländern zu beobachtenden Zug- und Standvögel auf der Bild- wie auch auf der Textebene verweist nicht nur auf den Jahreszyklus, sondern auch auf das Kommen, Gehen und Bleiben von Menschen im Lebensalltag. Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Formen für Botschaften und Briefe erfinden (Jahrgangsstufe 3 bis 6) – Morkel und Anna schreiben sich geheime Botschaften. Die Briefe liegen unter Steinen oder tauchen auf als Spuren im Schnee. Schreibe auch eine oder mehrere Briefe oder Botschaften an einen Freund oder eine Freundin aus deiner Schule – über etwas, was du gut kennst, etwas […]
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(Theater-)Spiel – Hast du meine Schwester gesehn?

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Text: Kirsten Winderlich Anregungen für eine erweiterte ästhetische Rezeption des Bilderbuches Impuls — Metamorphose (Jahrgangsstufe 1 und 2) Die Kinder werden angeregt, in vorbereitete Klappbücher Details von Figuren zu zeichnen: Füße und Beine o. ä., Rumpf sowie Kopf. Nach Fertigstellen werden sie aufgefordert, fünf Figuren zu entwickeln und für diese jeweils einen Namen zu erfinden. An einem Ort ihrer Wahl haben sie im Anschluss die Gelegenheit, zu üben ihre fünf Figuren mit jeweiligem Namen vorzustellen. Im Rahmen einer temporären Bühne präsentieren alle Kinder ihre Figuren und Fantasienamen. – Das Bilderbuch „Hast du meine Schwester gesehn?“ zeigt uns viele unterschiedliche Fantasiefiguren. Habt ihr noch welche in Erinnerung? Wie würdet ihr sie benennen? Welchen Namen würdet ihr ihnen geben? – Ich habe euch Klappbücher mitgebracht, mit denen ihr selbst Fantasie­figuren erfinden könnt. Dafür müsst ihr euch unterschiedliche Füße oder Beine ausdenken und diese in die unteren abgetrennten Teilseiten des Buches zeichnen, den Rumpf oder den Körper in den mittleren Teil und den Kopf in den oberen Teil der Seiten. – Wenn du mindestens fünf unterschiedliche Füße, Beine, fünfmal einen Rumpf und einen Kopf gezeichnet hast, kannst du dir einen Ort suchen, an dem du ausprobierst, welche Figuren du mit deinem Bilderbuch entwickeln […]
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