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Bilderbuchzelten

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Bilderbuchzelten Zu Inszenierungen zeitgenössischer Bilderbücher Text: Kirsten Winderlich Fotos: Elisa Bauer Was kann ich tun, wenn ich keinen eigenen Ort habe, um in Ruhe Bilder zu betrachten und zu lesen? Was kann ich unternehmen, wenn meine Eltern, die Erzieher*innen oder die Lehrer*innen mich an einen Ort schleppen, zu dem ich ohne sie keinen Zutritt hätte? Und was kann ich machen, wenn ich Lust habe, in andere Welten einzutauchen? – – – Zelten! Was auf den ersten Blick vielleicht ein wenig naiv anmutet, ist aufrichtig ernst gemeint! Das Zelten bringt einen an andere Orte, und schafft gleichzeitig eigene Räume. Zelten ist temporär und mobil. Zelten hält einen beweglich. Das Zelten schafft also wunderbare Möglichkeiten, eigene Orte in von Erwachsenen dominierten Räumen zu markieren und diese gleichzeitig zu nutzen, um mobile Bibliotheken zu bauen und in Bilderbuchwelten einzutauchen. Wurf- oder sogenannte Pop-up-Zelte potenzieren die genannten Möglichkeiten, denn bei diesen Zelten handelt es sich um vorfabrizierte Hüllen, verpackt in Rucksäcken, die sich durch eine Wurfbewegung ortsunabhängig aufschlagen lassen. Die Wurfzelte unterstützen darüber hinaus durch ihren Ready-made-Charakter eine Fokussierung auf das Bilderbuch. (vgl. Winderlich 2021) Ist im Rahmen von Wandertouren oder Camping klar, welche Dinge in ein Zelt gehören, stellt sich die Frage der […]
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Bild Blick Stadt

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Zeitgenössische Bilderbücher und ihre forschenden Zugänge zum Öffentlichen Raum Text: Kirsten Winderlich Repros: Elisa Bauer Zeitgenössische Bilderbücher können uns über ihre jeweilige spezifische Ästhetik neue Sichtweisen auf bekannt Geglaubtes eröffnen. Die Autorin hat für ihren Beitrag drei Bilderbücher ausgewählt, die Vorschläge machen, wie Kinder sich mit ästhetischen und künstlerischen Verfahren forschend mit Stadt und Öffentlichen Raum auseinandersetzen können. Sie zeigt anhand der Bilderbücher »One Afternoon« (Hsin-Yu Sun), »Unsichtbar in der großen Stadt« (Sydney Smith) und »I love my India. Stories for a city« (Avinash Veeraraghavan), welche Impulse und Verfahren sich aus der jeweiligen Bilderbuch-Ästhetik heraus entwickeln lassen. Stadt ist, wo Menschen sind (Jochen Gerz) Wenn »Stadt ist, wo Menschen sind« (Gerz 2001), kann der Öffentliche Raum als (Ver-)Handlungsraum von Gemeinschaft verstanden werden. Er zeichnet sich durch zahlreiche Perspektiven und Möglichkeiten der Positionierung aus. Nach Hannah Arendt zeichnet sich der Öffentliche Raum in diesem Sinne durch die Gelegenheit aus, sich zu versammeln und sich gegenseitig unter Berücksichtigung der jeweiligen Positionen wahrzunehmen und auszutauschen (vgl. Arendt 1967, S. 71). Neben dem Versammlungsort ist der Öffentliche Raum auch als Bewegungsraum zu begreifen, von dem aus Stadt bzw. ihre konstituierenden Elemente, wie Gebautes, Zeichen sowie Interaktionen, erfahrbar werden. Hieran anknüpfend ist für Michel de […]
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Ein Workshop zum Bilderbuch »Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough«

Zu Gast in der Grundschule der Künste: Das Internationale Literaturfestival Berlin und Rébecca Dautremer Text: Kirsten Winderlich Fotos: Elisa Bauer Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals 2021 waren Kinder einer 4. Klasse der Grundschule am Arkonaplatz sowie die Bilderbuchkünstlerin Rébecca Dautremer zu Gast in der Grundschule der Künste. Das Bilderbuch »Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough«, das eindrucksvolle Perspektiven auf das Leben des Hasen Jacominus eröffnet, stand dabei im Zentrum des von Kirsten Winderlich gemeinsam mit Studierenden konzipierten Workshops. Die Kinder liegen auf dem Boden der Bilderbuchwerkstatt. Wie ist es, auf der Welt zu sein? Was bedeutet es, das Leben zu leben? Und wie lässt sich ein Leben in Bildern erzählen? Gemeinsam mit den angehenden Kunstlehrer*innen suchen die Kinder in den Bildszenen, Porträts und Bildersammlungen, die Rébecca Dautremer kunstvoll zur Lebensgeschichte des Jacominus verknüpft hat, nach Antworten. Die Bilderbuchwerkstatt, die von Olafur Eliasson für die Grundschule der Künste als »Raum für Bildung und Bilder« gestaltet wurde, ist ein idealer Ort für ein forschendes Lernen in und mit Bilderbüchern. Durch seine bewegte Topographie und waldähnliche Stimmung lädt er ein, in die vielfältigen Bilderwelten der Bücher einzutauchen. Aber auch an zwei weiteren Orten in der Grundschule der Künste werden die Bilder Dautremers erforscht. Die […]
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Chris van Allsburgs ABC

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In Chris van Allsburgs ABC „Das Z zerplatzt“ ist für jeden Buchstaben des ABCs ein dramatischer Auftritt vorgesehen. Kirsten Winderlich stellt ein Bilderbuch vor, das sich auf wunderbar eigensinnige Weise mit dem Alphabet auseinandersetzt.
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Bruno Munaris ABC

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Prof. Dr. Kirsten Winderlich stellt uns das Bilderbuch “Bruno Munaris ABC” vor, das spannende Geschichten zum Alphabet erzählt.
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Jens Thiele, Kinder und „Konrads Traum“

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Die grund_schule der künste hat eine Präsentationsreihe zum Zeitgenössischen Bilderbuch gestartet. Für Kinder und Erwachsene, Lehrkräfte und alle, die Bilderbücher gestalten und lieben. Zum Auftakt präsentierte Jens Thiele sein neues Bilderbuch “Konrads Traum”.
 Das Bilderbuch, 2019 erschienen im Peter Hammer Verlag, schwingt zwischen der Sehnsucht woanders zu sein und dem bedrückenden Szenario, nicht mehr „nach Hause“ zurückzufinden. Und genau dieses „Dazwischen“ vermitteln die flächenartigen malerischen Collagen aus Farbrissen, Fotografien und Scherenschnitten in Traumwelten, die sich durch surreal anmutende Räume und auseinanderberstende Landschaften auszeichnen. Wo könnte dieses besondere Bilderbuch besser zum Erscheinen kommen, als in dem „Raum für Bildung und Bilder“ (Olafur Eliasson 2015)?
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„Ich werde Wunder vollbringen“

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Impulse: Kathleen Rappolt, Conrad Rodenberg und Stella Konstantinou Akteure: Kinder zwischen acht und zwölf Jahren Bilderbuch: Morgenstern, S./ Jianghong, Ch.: Ich werde Wunder vollbringen. Berlin Verlag, Berlin 2007 Impulse, gerichtet an die Kinder: Welche Wunder würdest du vollbringen? In der Schule, zuhause, in der Welt…? Male, zeichne dein Wunder. Mit welchen Bewegungen bewirkst du dein Wunder? Du kannst beim Malen immer wieder deine Bewegung wiederholen. Erzähle anderen von deinem Wunder. Impulse, gerichtet an die Lehrer*in: Mach ein paar Notizen zu den Erläuterungen der Kinder über ihre Wunder. Was sind ihre Wünsche, ihre Phantasien? Erfahrungsraum: Über das Erinnern an die Figur aus dem Buch sollen individuelle Vorstellungen über eigene Wundertaten und Zauberkräfte, Wünsche und Ziele über das Zeichnen und Erzählen und Erläutern entstehen. Material: Die Kinder bringen ihre Wunder zeichnerisch zu Papier. Blei- und Buntstifte, aber auch andere Zeichenmaterialien (ggf. Tusche, angelehnt an die Illustrationen des Buches) können verwendet werden. Die Bilder sind Grundlage für die Geschichten und Erläuterungen zu den Wundern. Raum: Die Zeichnungen werden in den Pausen auf dem Schulhof verteilt und zum Beispiel mit Kreppband an Bänken, Wänden, Bäumen … angebracht. Die Zeichnungen bekommen ein Publikum. Während der Pausen können sich die Autor*innen der Bilder in deren Nähe […]
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Rotkäppchen

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Impulse: Kathleen Rappolt, Conrad Rodenberg und Stella Konstantinou Akteure: Kinder zwischen acht und zwölf Jahren Bilderbücher: Pacovská, K.: Rotkäppchen. Michael Neugebauer Edition, Bargteheide 2008 Persch, U.: Rotkäppchens List. Kinderbuchverlag Wolff, Soden Innocenti, R.: Das Mädchen in Rot. Gerstenberg 2013 Impulse, gerichtet an die Kinder: Schaut euch die Bilderbücher an. Erinnert ihr euch auch an die Musik? Teilt euch in kleine Gruppen auf und erfindet Klänge zu den Bildern und zur Geschichte vom Rotkäppchen. Was könnt ihr als ‘Klangerzeuger’ benutzen? Was klingt wie in eurem Raum? Wie könnt ihr eure Stimmen dazu benutzen? Zu welchem Teil der Geschichte passen welche Klänge? Präsentiert eure Komposition dem Rest der Gruppe. Ladet die Zuhörer ein, ihre Augen zu schließen und zu lauschen. Impulse, gerichtet an die Lehrer*in: Was kannst du beobachten? Wie gehen die Kinder mit ihrer Stimme oder dem zur Klangerzeugung genutztem Material um? Mach Notizen. Erfahrungsraum: Erinnern der Rotkäppchen-Geschichte und der verschiedenen Variationen, sich als Mitgestaltende*r einer Geschichte über das Experimentieren mit Klängen und Stimme erfahren Material: Aus dem Schulalltag bekannte Gegenstände zur Klangerzeugung neu kennenlernen. Spezielle Materialerfahrungen beim experimentellen Klangerzeugen sammeln. Raum: Klassenzimmer als ‘Klangraum’ neu erfahren. Welche im Raum zu findenden Gegenstände oder akustischen Eigenschaften werden für das Erzählen der […]
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Die Fundsache

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Impulse: Kathleen Rappolt, Conrad Rodenberg und Stella Konstantinou Akteure: Kinder zwischen acht und zwölf Jahren Bilderbuch: Tan, Sh.: Die Fundsache. Aladin Verlag, Hamburg Impulse, gerichtet an die Kinder: Fundsachensuche! Geht auf die Suche nach Fundsachen. Sucht ein außergewöhnliches Ding, das ihr interessant findet. Beschreibt, benennt und präsentiert eure Fundsache. Was ist das Besondere daran? Was gefällt oder missfällt euch an diesem speziellen Ding? Tauscht euch aus: Wo und wann habt ihr euer Ding gefunden? Beschreibt genau Form, Farbe und Material. Was ist die Geschichte eurer Fundsache? Erfindet etwas. Impulse, gerichtet an die Lehrer*in: Fundsachen werden individuell gesucht. Die Suche nach Fundorten kann als kleine Aufgabe gestellt werden. Interessant ist es, verschiedene Fundorte etc. in der Gruppe zu besprechen. Anregungen für Fragen: Wo kommen die Dinge her? Sind manche Dinge wirklich allein (wie das Ding im Buch)? Erfahrungsraum: Alltägliche Dinge, für gewöhnlich nicht wahrgenommen, bekommen einen Fokus (Wahrnehmungsschulung). Material: Fokussiertes Auseinandersetzen mit den diversen Fundgegenständen (Materialeigenschaften, Form / Formbarkeit, Farbe, Dichte, …) Raum: Die Fundsachen werden verortet – die Fundorte werden thematisiert, bekommen ggf. neue Orte. (Sprach-)Handlung: An die Geschichte sich gemeinsam erinnern: Was hat der Junge gefunden? Die Fundsachensuche mit den eigenen Erfahrungen der Kinder verbinden. Beim Erfinden der Fundsachengeschichten […]
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Das Herz des Affen

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Impulse: Kathleen Rappolt, Conrad Rodenberg und Stella Konstantinou Akteure: Kinder zwischen acht und zwölf Jahren Bilderbuch: Mikolajetz, A.: Das Herz des Affen. Aladin Verlag, Hamburg 2015 Impulse, gerichtet an die Kinder: Teilt euch auf in drei kleine Gruppen. Holt euch die Geschichte ins Klassenzimmer. Wo ist der Fluss, wo der Feigenbaum? Wo ist die Küste mit den bunten Früchten? Wie sehen sie aus? Benutzt als Material die Stühle, Tische und was euch im Klassenzimmer noch zur Verfügung steht. Impulse, gerichtet an die Lehrer*in: Was kannst du beobachten? Wie gehen die Kinder mit den imaginierten Orten und neu entstehenden Räumen um? Wie eignen sie sich den Raum, mit dem sie alltäglich konfrontiert sind, an? Wie sprechen die Kinder über ihr Tun? Mach, wenn möglich, Notizen. Erfahrungsraum: An die Geschichte sich erinnern. Raum spielerisch aneignen. Über Spiel und Sprache die Geschichte des Buches sowie den experimentellen Umgang mit Raum reflektieren. Material: Aus dem Schulalltag bekannte Gegenstände und Möbel neu kennenlernen. Raum: Raum, Klassenzimmer neu erfahren, neue (Spiel-)Räume entstehen lassen. (Sprach-)Handlung: Begriffe, die in der Geschichte vorkommen, festigen. Individuelle Möglichkeiten, das Spiel mit dem Raum in Verbindung mit der Geschichte zu beschreiben und zu erzählen. Weiterführende Impulse: Die Kinder können, so sie es […]
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