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Museumsführer – Kinder und Museen

Museumsführer In Vorbereitung Das Team der grund_schule der künste arbeitet aktuell an einem „Museumsführer“ für Kinder unter besonderer Berücksichtigung ihrer „Vielsprachigkeit“. Der Museumsführer wird von dem Künstler Mark Lammert gestaltet und soll möglichst vielen Kindern in Berlin unabhängig von Kultur und Herkunft zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist eine Art Leporello für die ausgewählten einzelnen Museen zu entwickeln, das die Kinder anregt, sich selbsttätig Zugänge zur Kunst zu suchen und ihre Rezeption „aufzuzeichnen“. Für dieses Vorhaben haben wir Direktorinnen und Direktoren Berliner Museen gewonnen, ein Kunstwerk bzw. einen Ausstellungsgegenstand auszuwählen und mit maximal zehn Sätzen vorzustellen. In Form eines handschriftlich verfassten Textes vermitteln sie den Kindern einen beispielhaften und gleichzeitig sehr persönlichen Zugang zum Werk oder ausgewählten Ausstellungsgegenstand und regen die Kinder auf diese Weise an, sich das Museum mit seiner Sammlung zu erschließen: Dr. Gabriele Knapstein (Hamburger Bahnhof) Prof. Dr. Bernd Lindemann (Gemäldegalerie), Prof. Dr. Andreas Scholl (Antikensammlung / Altes Museum), Prof. Dr. Friederike Seyfried (Ägyptisches Museum), Dr. Julia Wallner (Georg Kolbe Museum), Prof. Dr. Bernhard Weisser (Münzkabinett/Bode Museum) sowie Prof. Dr. Matthias Wemhoff (Museum für Vor- und Frühgeschichte) haben ihre Teilnahme verbindlich zugesagt und einen persönlichen Beitrag verfasst. Die Museumsführer erscheinen 2017.
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Bilderbuchinszenierungen

Ein Konzept zur ästhetisch-künstlerischen Sprachbildung in Willkommensklassen Text: Kirsten Winderlich Wie können neu zugewanderte Kinder im schulpflichtigen Alter sprachlich gefördert und unterstützt werden, die deutsche Sprache zu erlernen? Auf welche Weise sind Zeitgenössische Bilderbücher besonders geeignet, diese Bildungsprozesse zu initiieren und zu unterstützen? Mit diesen Fragen haben wir uns in der grund_schule der künste der UdK Berlin, einem Bildungsraum an der Schnittstelle von Hochschule, Schule und Kulturinstitution, auseinandergesetzt und unsere Bilderbuchwerkstatt für Willkommensklassen geöffnet. Im Rahmen des von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft geförderten Projektes „Willkommensraum 01“ entstand dabei vorliegendes Konzept für die ästhetisch-künstlerische Sprachbildung, dessen Rahmen folgende Grundannahmen bilden: Zeitgenössische Bilderbücher sind künstlerische Bilderbücher, die entweder ausschließlich über Bilder erzählen oder sich durch vielfältige Bild-Text-Wechselbeziehungen auszeichnen. Im zweiten Fall wird das traditionelle Verständnis, dass die Bilder ausschließlich den Text unterstützen und sich damit den Bildern unterordnen, irritiert und in Frage gestellt. Vielmehr erzählen die ausgewählten Bilderbücher in ihren je eigenen Sprachen und regen über ihren ästhetischen Aufforderungscharakter an, ins Sprechen, Assoziieren, Erzählen und Philosophieren zu kommen. Der ästhetische Aufforderungscharakter der ausgewählten Bilderbücher macht das Handeln, Erleben und Vorstellen im Alltag wie in der Fantasie der Kinder gleichermaßen produktiv. Lebensbedeutsame Themen für die Kinder wie Flucht und Trauma […]
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Bilderbuchwerkstatt – Das Konzept

Kirsten Winderlich Die Rezeption von Bilderbüchern ist mit Jens Thiele als „komplexes elementares Ereignis“ (Thiele 2003, 191) zu verstehen. „Es kann der flüchtige Blick sein, der etwas aufspürt, es kann die haptische Erfahrung des Materials sein, es kann die Fremdheit des Objekts sein, es kann die Assoziation an vorherige Erfahrungen sein“ (ebd.), die den nicht zu formalisierenden Rezeptionsprozess prägen. In diesem Zusammenhang die Perspektive von Kindern einzunehmen, stellt eine besondere forschungsmethodologische Herausforderung dar. Ein Problem hierbei ist, dass sich das Verständnis kindlicher Wahrnehmung häufig über Setzungen der Erwachsenen definiert und auf diese Weise ein Zugang zur Rezeption der Kinder erschwert wird (vgl. ebd., 190). Entsprechend ist die für vorliegendes Konzept Impuls gebende Frage, wie die spezifischen Zugänge von Kindern zu Bilderbüchern erhoben werden können. Welche Methoden und Verfahren können im Rahmen einer spezifisch auf Kinder zielenden Rezeptionsforschung eingesetzt werden? Welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sollten mit bedacht werden? Und welche Instrumente und methodischen Vorgehensweisen sind dafür nötig? Vor dem Hintergrund dieser Fragen ist ein Raum notwendig, der nicht nur der Erforschung der individuellen Rezeptionsprozesse der Kinder, sondern insbesondere deren individuellen Zugängen zu Bilderbüchern gerecht wird. Dieser Raum muss, so die Ausgangsthese vorliegenden Konzeptes, einen Werkstattcharakter aufweisen. Im Kontext qualitativer Sozialforschung ist […]
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